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Beratung allein hilft nicht.

Wenn unsere Arbeit auch in Zukunft über den Einzelfall hinaus wirken soll, müssen wir weiterhin Veranstaltungen organisieren und Flyer und Plakate drucken. Wir müssen DolmetscherInnen bezahlen, um unsere KlientInnen zu verstehen. Und oft erfahren wir dann, dass sie keinen Rat brauchen, sondern schnelle Hilfe. Zum Beispiel einen Arzt oder ein Taxi ins Krankenhaus. Für Flüchtlinge ohne Papiere und Versicherung findet sich meist ein Arzt oder eine Ärztin, die auch mal kostenlos behandeln, aber Medikamente- und Laborkosten fallen trotzdem an. Manche Verfahren können oder sollten nicht ohne Rechtsanwalt betrieben werden. Vor allem, wenn es sich um Präzedenzfälle handelt, deren Ausgang für viele Menschen von Bedeutung ist, wünschen wir uns, dass es an den Gebühren nicht scheitert. Und wenn in unserer Sprechstunde ein Mensch erscheint, der aus Angst vor der Abschiebung seit zwei Tagen im Park geschlafen hat, dann möchten wir ihn nicht ohne Fahrkarte zu den Kollegen schicken, wo er sich waschen und übernachten kann. Darum ist unsere Arbeit und das menschliche Gesicht der Hilfsstelle flucht•punkt auf Spenden dringend angewiesen. Danke!

 

Das flucht•punkt-Spendenkonto ist:

Konto-Inhaber: fluchtpunkt
IBAN: DE04 5206 0410 4306 4900 18
BIC: GENODEF1EK1

!Achtung! Wenn Sie eine Spendenquittung wünschen, denken Sie bitte daran, Ihre Adresse anzugeben!

 

Oder rufen Sie unsere Spenden-Hotline an:
09001 – 46 46 00.

Sie spenden 5,- € pro Anruf aus dem Festnetz. Die Hotline ist nicht aus dem Mobilfunknetz zu erreichen.

 

Weitere Informationen:

Unsere KlientInnen leben - auch wenn sie nicht "illegal" sind - meist am Existenzminimum
Flüchtlinge erhalten sog. Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das sind 35% weniger als die normale Sozialhilfe. Zu arbeiten ist ihnen mindestens in den ersten vier Jahren (oft auch danach) nicht erlaubt.

Wenn Flüchtlinge gegen eine Behördenentscheidung Widerspruch einlegen, dann kostet das Gebühren. Ein Widerspruch gegen die Ablehnung der Aufenthaltserlaubnis für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet 153 €. Wenn die Familie dann auch noch Klage einlegen will kostet das 864 € Gerichtskosten (-gebühren). Gebühren müssen sofort bezahlt werden, bevor das Verfahrensergebnis bekannt ist. Auf Antrag kann ihnen Ratenzahlung gewährt werden. Wenn sie für die Klage einen Rechtsanwalt brauchen einigt sich dieser meist mit ihnen auf eine Anzahlung zwischen 200 und 500 € sowie laufende Raten von 50 oder 100 € im Monat. Einen Antrag auf Prozesskostenhilfe kann man erst dann Stellen, wenn es eine Klage gibt, also wenn der Anwalt bereits tätig geworden ist und diese Anträge werden meist abgelehnt.

Wenn Flüchtlinge, die noch wenig deutsch sprechen, krank werden, haben sie beim Arzt oder im Krankenhaus das Problem, dass es dort in aller Regel keine Dolmetscher gibt. Das Sozialamt übernimmt die Kosten hierfür nicht. Wer z.B. wegen einer schweren Kriegstraumatisierung psychotherapeutische Hilfe benötigt, muss oft nicht nur den Dolmetscher bezahlen, sondern auch den/die TherapeutIn, weil diese, wenn sie nicht mit den Kassen abrechnen können, auch vom Sozialamt nicht bezahlt werden. Die Verwaltungsgerichte verlangen von Menschen, die eine schwere Krankheit als humanitären Aufenthaltsgrund vortragen, oft aufwendige ärztliche Gutachten zum Beweis. Solche Gutachten kosten mehrere Hundert Euro, die vom Sozialamt nicht getragen werden.

Wenn ein Flüchtling bei unerlaubter Arbeit erwischt wird, wird das vermutliche Einkommen vom Sozialamt geschätzt und in Raten von der Laufenden Hilfe abgezogen. Meistens werden die Menschen außerdem zu einer Geldstrafe verurteilt, die sie ebenfalls in Raten zahlen können, und immer erhalten sie eine Ausweisungsverfügung. Diese Ausweisung bedeutet, dass ihnen in der Regel keine Aufenthaltsgenehmigung mehr erteilt werden soll, mit der sie eine Arbeitserlaubnis bekommen könnten.

 

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