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22.12.2016

Minderjaehrige Fluechtlinge brauchen qualifizierte Vertretung

Die Rechte von Kindern im Asylverfahren standen im Mittelpunkt eines Expertinnengespraechs, an dem unsere Kollegin Claudia Oelrich am 14.12.2016 auf Einladung der Kinderkommission des Deutschen Bundestages teilnahm.

Sie setzte sich dafuer ein, jugendlichen Fluechtlingen rechtlich geschulte Vertreter zur Seite zu stellen. Auch wenn es viele geschulte und bemuehte Vormuender gebe, mangele es an ausreichendem Wissen fuer die Antragsstellung. 'Bei den zahlreichen Gesetzesaenderungen waere der Anspruch auf einen rechtlichen Vormund gut.'

Zudem sollten Asylantraege prioritaer behandelt werden, damit Kinder und Jugendliche schneller eine Perspektive bekaemen. 'Jugendliche haben in der Phase der Asylantragsstellung nicht dieselben Rechte wie Asylsuchende', sagte Uta Rieger, Vertreterin des UNHCR, die ebenfalls an dem Gespraech teilnahm. Hinzu komme eine lange Verfahrensdauer im Asylverfahren, die Ursache von zu wenigen benoetigten Sonderbeauftragten und fehlender Priorisierung sei. Dies habe auch zur Folge, dass 'bestimmte Rechte wie der Familiennachzug spaeter nicht in Anspruch genommen werden koennen.' Beide Expertinnen sprachen sich zudem dafuer aus, das Bewusstsein fuer Fluchtursachen bei begleiteten wie unbegleiteten Kindern zu schaerfen.

Claudia Oelrich berichtete aus der Praxis mit jungen Fluechtlingen. Besonders die Einschaetzung des Alters sei bei dieser Gruppe ein wichtiger Aspekt der bestimme, was fuer sie in Deutschland in der Zukunft moeglich sei. Seit es in Hamburg freigestellt sei, wie die qualifizierte Bewertung zur Feststellung des Alters durchgefuehrt werde, wuerden alle Jugendlichen durchschnittlich aelter geschaetzt.

Dies habe wiederum Einfluss auf die Vormundbestellung, den Schulbesuch oder die Stellung des Asylantrages. 'Unser Wunsch ist ein einheitliches Verfahren, das den Jugendhilfebedarf ermittelt und nicht das biologische Alter, um den Jugendlichen bestmoeglich zu helfen', sagte Oelrich. So koenne man einen Verlust von Lebenszeit vermeiden und Integrationsmassnahmen sinnvoller und gezielter einsetzen.

 

Vollstaendige Pressemitteilung Bundestag

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